Die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung werden in deutschen Unternehmen zunehmend in konkrete Maßnahmen umgesetzt. Das sorgt bei der Npvision Group, die sich um die Weiterverwertung der IT-Geräte einiger großer internationaler Unternehmen kümmert, für Geschäftigkeit.

Die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung trügen dazu bei, dass Unternehmen ihre gebrauchten IT-Geräte mittlerweile mit anderen Augen betrachten.

So berichtet es Niels Peter Holm, Geschäftsführer und Inhaber der Npvision Group, die gebrauchte IT-Geräte von einigen großen internationalen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen aufkauft und weiterverkauft.

Insbesondere das 12. UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung, bei dem es um nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion geht, gewinnt in den Unternehmen immer mehr an Bedeutung.

„Es ist nicht mehr egal, wie man gebrauchte IT-Geräte entsorgt. Vor 10 Jahren bezahlten Unternehmen dafür, ihre gebrauchten Geräte loszuwerden. Heute arbeiten immer mehr und mehr Unternehmen strategisch mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung und integrieren Angaben zur Nachhaltigkeit in ihren Berichtszyklus. Daher beginnen sie auch, ihre gebrauchten IT-Geräte als Ressource in der Kreislaufwirtschaft zu sehen, weshalb sie viel stärker als bisher recycelt werden, zum Wohle der Umwelt und der Finanzen des Unternehmens“, sagt Niels Peter Holm.

Wirtschaftlich profitabel
Laut Niels Peter Holm sind vor allem die Unternehmen mit nachhaltigen Initiativen erfolgreich, denen es gelingt, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung in den Geschäftsbetrieb zu integrieren.

„Es ist selten genug, dass man gute Absichten hat, das Beste für die Umwelt und das Klima zu tun. Idealerweise muss das Ganze für das Unternehmen auch gewinnbringend sein. Wenn durch das Arbeiten im Sinne der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung kein finanzieller Gewinn zu erwarten ist, dann ist der Anreiz für eine Umstellung recht gering“, sagt Niels Peter Holm.

Daher ist das stärkste Argument für eine Zusammenarbeit mit der Npvision Group auch die Aussicht auf einen finanziellen Vorteil, obwohl die CSR-Erwägungen immer wichtiger werden.

„Wenn ein Unternehmen seine gebrauchten IT-Geräte über einen Partner wie uns veräußert, können wir sie in der Regel im Ausland an andere Unternehmen weitergeben, die gebrauchte IT-Geräte von guter Qualität weiter verwenden möchten. Das erhöht die Wertschöpfung in den IT-Abteilungen um 15 bis 20 Prozent. Und nicht nur das – die CSR-Abteilung kann dies auch in ihrem Bericht erwähnen, und dieses Argument wird immer höher gewichtet“, berichtet Niels Peter Holm.

Grönländische Server nach England
Auch für Tony Ditlevsdal, amtierender Chef der Agentur für Digitalisierung unter der Selbstverwaltung Grönlands, war die Wirtschaftlichkeit die wichtigste Motivation, als die Selbstverwaltung zu Beginn dieses Jahres eine Vereinbarung mit der Npvision Group unterzeichnete. Inhalt dieser Vereinbarung war, die gebrauchten Server der Agentur weiter zu verkaufen, da man sich in Verbindung mit einer größeren Modernisierung der IT-Infrastruktur für neue IT-Lösungen entschieden hatte.

„Eigentlich hätten wir die Server einfach verschrotten lassen, aber sie waren in tadellosem Zustand. Daher ist es erfreulich, dass die Server ein neues Leben bekommen – gleichzeitig bekommen wir auch einen Teil des Geldes der Steuerzahler beim Verkauf wieder hinein, sagt Tony Ditlevsdal.

Die Server wurden per Schiff nach Dänemark gebracht, wo die Daten gelöscht, die Server überprüft und dann nach England weiterverkauft wurden, wo sie jetzt eine neue Aufgabe haben.

„Ich bin wirklich positiv überrascht, dass wir durch den internationalen Verkauf einen so guten Preis für die Geräte bekommen haben“, sagt Tony Ditlevsdal und fährt fort:

„Man denkt bei Grönland sicher nicht an ein Land, das gebrauchte IT-Geräte nach Europa exportiert, aber das ist trotzdem der Fall. Nun gibt es Unternehmen in Großbritannien, die ihr Geschäft auf den ehemaligen Servern der grönländischen Selbstverwaltung betreiben“, sagt Tony Ditlevsdal.

Gebrauchte IT-Geräte müssen schneller verkauft werden
Aber es ist nicht nur für die Finanzen der Selbstverwaltung positiv, dass die Server nicht verschrottet wurden. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen aus 2017 wird erwartet, dass die Menge an Elektroschrott im Jahr 2021 weltweit auf 52,2 Millionen Tonnen wachsen wird. Und da nur etwa 20 Prozent davon recycelt werden, ist der Elektroschrott das am schnellsten wachsende Abfallproblem in der Welt.

Nicht nur in entlegenen Ländern der Welt häuft sich der Elektroschrott an. Obwohl internationale Unternehmen beginnen, strategisch mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung zu arbeiten, liegen viele Unternehmen immer noch etwas hinter den EU-Zielen, wenn es um das Recyceln von IT-Geräten geht.

Die neuesten Zahlen zeigen, dass weniger als 50 Prozent des gesamten Elektroschrotts gesammelt und recycelt werden.

Laut Niels-Peter Holm lässt sich der Trend in eine nachhaltigere Richtung umkehren, wenn die Unternehmen besser darin werden, ihre gebrauchten IT-Geräte weiterzugeben, bevor sie als Schrott enden.

„Die Unternehmen lassen sich einfach viel zu viel Zeit beim Loswerden gebrauchter Computer und Smartphones. Die Geräte fallen in der Hierarchie des Unternehmens nach unten und enden in Lagern, wo nicht einmal der Praktikant die Geräte verwenden möchte – und dann war es das. Dann hat nur noch der Schrotthändler Freude daran. Wir möchten, dass die Unternehmen verstehen, dass sie die Geräte weiterverkaufen können, bevor sie vollständig abgenutzt sind, und dass sie auf diese Weise neues Leben und neue Benutzer bekommen können“, sagt Niels-Peter Holm.

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